Theoretische Prüfung bei ivao.aero

Die theoretische Prüfung für das jeweilige Rating wird nicht von der deutschen Division, sondern vom HQ-Trainingsdepartment abgenommen und automatisch ausgewertet. Sie kann hier angefordert werden. Direkt nach dem erfolgreichen Abschluss kann dann an derselben Stelle der praktische Teil (der dann von uns abgenommen wird) beantragt werden.

Vorleistungen

Bevor ihr die praktische ATC-Prüfung anfordert, müsst ihr in der deutschen Division gewisse Vorleistungen erbringen. Diese sind Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung. Diese Vorleistungen beziehen sich auf

  • Eure Onlinezeit am Prüfungsairport,
  • Eure Teilnahme am Trainingsangebot der deutschen Division in Form von Trainings und / oder Checkouts,
  • Kein offenes Training bzw. kein offenes Checkout zum Zeitpunkt der Prüfungsanforderung,
  • Sowie auf das erfolgreiche Prüfungsvorgespräch.

Aus der untenstehenden Tabelle lassen sich die Mindestvoraussetzungen entnehmen.

  erster Versuch weiterer Versuch
von IVAO.aero vorgegebene Wartezeit   eingehalten
Onlinezeit auf der Prüfungsposition in den letzten drei Monaten 30 Stunden 40 Stunden
Teilnahme am Training-Programm der deutschen Division in den letzten drei Monaten ein Training oder ein Checkout ein Training und ein Checkout, die beide nach dem letzten Prüfungsversuch stattfinden müssen*
mündliches Vorgespräch bestanden bestanden**
  • Bei ADC-Prüfungen wird die auf der GND-Position verbrachte Zeit ebenfalls angerechnet.
  • Falls alle Anforderungen erfüllt sind, wird der Prüfling für die praktische Prüfung freigegeben.
  • Falls mindestens eine Anforderung nicht erfüllt ist, wird die Prüfung abgebrochen und kann erst nach einer Wartezeit von einem Monat reaktiviert werden.
  • Die Vorleistungen für Wartezeit, Onlinezeit und Trainingsteilnahme müssen vor der Anforderung der praktischen Prüfung bei IVAO.aero erfüllt sein. Der Termin für das mündliche Vorgespräch wird dann nach der Prüfungsanforderung festgelegt.
  • Wurde die erste Prüfung eines Ratings aufgrund eines automatischen Nichtbestehens (51/100) nicht bestanden, gilt die darauf folgende zweite Prüfung weiterhin als Erstversuch.
  • *Verläuft das für Zweit- oder Folgeversuche erforderliche Training besonders zufriedenstellend, kann auf den (normalerweise ebenfalls erforderlichen) Checkout verzichtet werden. Die Entscheidung hierüber trifft die TD-Leitung auf Anfrage des beteiligten Trainers. Ein Anspruch hierauf besteht nicht.
  • **Ein erneutes Vorgespräch ist nicht erforderlich, falls das Vorgespräch des vorherigen Versuchs mit weniger als zwei Punkten Abzug bestanden wurde.
  • Ab der dritten nicht bestandenen Prüfung des gleichen Ratings behält sich die Trainingsabteilung vor, den Prüfling für einen angemessenen Zeitraum aus dem Prüfungssystem auszuschließen.

Mit einer Prüfungsanfrage signalisiert ihr, dass ihr euch für die Prüfung bereit fühlt.

Nach angeforderter Prüfung ist also eine Teilnahme an Trainings oder Checkouts für dieses Rating bis zum Abschluss oder Abbruch der Prüfung nicht möglich. Gleichzeitig ist bei einer offenen Trainings- oder Checkoutanfrage keine Prüfungsanforderung vorgesehen und führt zu einem Abbruch der Prüfung.

praktische Prüfung der Ablauf

Die praktische ATC-Prüfung dauert zwischen zwei und drei Stunden und besteht aus

  • Überprüfung der Fähigkeiten des Prüflings auf Basis der von IVAO.aero vorgegebenen Richtlinien (in Ausnahmen darf der verantwortliche Prüfer von den vorgegebenen Zeiten abweichen),
  • einem Debriefing, welches in folgende Abschnitte aufgeteilt ist:
    • Selbsteinschätzung des Prüflings.
    • Eine grobe Übersicht über die Prüfung durch den Prüfer.
    • Eine detaillierte Besprechung der aufgetretenen Probleme und Fehler.
    • Bekanntgabe des Ergebnisses und des weiteren administrativen Vorgehens.

Die Mindestpunktzahl zum Bestehen der Prüfung beträgt 75 von 100. Bei Beginn der Prüfung beträgt der Punktestand null, dazu werden dann im Laufe der Prüfung je nach Leistung Punkte addiert. Das Debriefing sollte nicht mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen.

Kartenmaterial

Ohne passendes Kartenmaterial ist die Prüfung nicht zu bestehen! Bitte such dir deshalb vor der Prüfung in Eigenverantwortung die passenden Karten heraus und schau dir diese gründlich an. Im Vorgespräch wird besonders darauf geachtet, dass du die für dich relevanten Informationen aus der Karte schnell und richtig entnehmen kannst. Verifiziere vor Prüfungsantritt nochmal, ob deine Karten aktuell sind.

Für die drei einzelnen Ratings halten wir zusätzlich noch detaillierte Informationen bereit. Klicke dazu auf das angestrebte Rating:

Aerodrome Controller ADC

Grundlage für die Prüfung ist der Exam Briefing Guide.

Mögliche Prüfungsorte

Bremen FIR Langen FIR München FIR
Bremen (EDDW) Dortmund (EDLW) Dresden (EDDC)
Hamburg (EDDH) Düsseldorf (EDDL) Leipzig (EDDP)
Hannover (EDDV) Frankfurt (EDDF) München (EDDM)
Schönefeld (EDDB) Hahn (EDFH) Nürnberg (EDDN)
Tegel (EDDT) Köln (EDDK)  
  Münster (EDDG)  
  Saarbrücken (EDDR)  
  Stuttgart (EDDS)  

Verkehrsaufkommen Mindestanforderungen

Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:

  • Mindestens zwei Flüge nach Sichtflugregeln, mindestens einer davon muss sich in der Kontrollzone befinden, während ein anderer Flug nach Sichtflugregeln oder alternativ zwei Flüge nach Instrumentenflugregeln starten oder landen
  • Mindestens vier Abflüge nach Instrumentenflugregeln, davon einer mit einem radargeführten Abflug
  • Mindestens vier Anflüge nach Instrumentenflugregeln
  • Mindestens ein Flugzeug mit einer Luftnotlage
  • Mindestens ein Fehlanflug
  • Mindestens ein Textflugzeug

Prüfungsvorgespräch die Kriterien

Beim Prüfungsvorgespräch werden eure Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen ihr bei eurer Arbeit als Platzlotse in Kontakt kommt. Diese umfassen:

  • Entschlüsselung von METAR- und TAF-Berichten
  • Interpretation und Erläuterung der relevanten Karten (SID, Rollfeld, Sichtflugbetrieb)
  • Kenntnis der Regeln und Betriebsgrundlagen für Sichtflüge am Tag, in der Nacht sowie nach Sonder-VFR
  • Kenntnis von Y- und Z-Flugplänen sowie der Grundlagen für deren Handhabung
  • Kenntnis der Prozeduren zum Verkehr nach Sichtflugregeln (beispielsweise Bedienung von Platzrunde oder Pflichtmeldepunkten)
  • Kenntnis der Luftraumklassifizierung der Kontrollzone sowie der umliegenden Lufträume und der damit einhergehenden Charakteristika in Bezug auf Staffelung oder ATS-Dienstleistungen
  • Erläuterung der Inhalte eines Flugstreifens
  • Bedienung der IvAc-Software
  • Ablesen und Interpretation der RVR, Abflüge von Rollhalten entlang der Piste, Operationen nach CAT II / CAT III
  • Handhabung eines Fehlanflugs
  • Kenntnis von Übergangsfläche und -höhe, QNH, QFE, QDM, QDR, Wirbelschleppenstaffelung nach Flugzeugmasse, Wetterphänomene wie Scherwinde und die dazugehörigen Informationen an die Piloten

Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Nach einem erfolgreichen Prüfungsvorgespräch werdet ihr aber im Anschluss an die praktische Prüfung im Regelfall nicht mehr theoretisch geprüft.

Praktische Prüfung die Kriterien

  • Korrekt ausgefüllte ATIS
  • Bestimmung der aktiven Pisten anhand von METAR, TAF und lokalen Prozeduren
  • Handhabung des rollenden Verkehrs von der Parkposition zur Piste sowie umgekehrt
  • Sichere, strukturierte und zügige Verkehrsabwicklung sowie sinnvolle Priorisierung der Funksprüche
  • Handhabung des landenden Verkehrs inklusive Führung zur Abstellposition, weiterhin Handhabung von Fehlanflügen
  • Übergabe an die angrenzende Radarstation und sinnvolle Beschriftung der Flugstreifen
  • Handhabung von Luftnotlagen
  • korrekte Anwendung der Standard-Phraseologie und der englischen Sprache
  • Überprüfung der eingereichten Flugpläne (die Route über den SID-Endpunkt hinaus sowie die erfragte Flugfläche müssen nicht geprüft werden)
  • Flugfreigabe für Abflüge entlang einer SID, für radargeführte Abflüge und für vom Radarlotsen spezifizierte Abflugverfahren
  • Handhabung des in der Kontrollzone fliegenden Verkehrs inklusive aller erforderlichen Flugverkehrskontrolldienste

Approach Controller APC

Grundlage für die Prüfung ist der Exam Briefing Guide.

Mögliche Prüfungssektoren

Bremen FIR Langen FIR München FIR
Berlin (EDBB_APP) Sektor Düsseldorf (EDGG_DLD_CTR) Dresden (EDDC_APP)
Bremen (EDDW_APP) Frankfurt (EDDF_APP) Leipzig (EDDP_APP)
Hamburg (EDDH_APP) Hahn (EDFH_APP) München (EDDM_APP)
Hannover (EDDV_APP) Köln (EDDK_APP) Nürnberg (EDDN_APP)
  Sektor Hamm (EDGG_HMM_CTR)  
  Stuttgart (EDDS_APP)  

Verkehrsaufkommen Mindestanforderungen

Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:

  • Mindestens acht Abflüge nach Instrumentenflugregeln
  • Mindestens zehn Anflüge nach Instrumentenflugregeln, welche erfolgreich bis auf den Endanflug vektoriert wurden (Bei lokalen Verkehr zählt jeder Anflug einzeln)
  • Mindestens drei Anflüge nach Instrumentenflugregeln, die sich gleichzeitig unter deiner Kontrolle befinden
  • Mindestens ein Flugzeug in einer Luftnotlage
  • Mindestens ein Fehlanflug
  • Mindestens ein Textflugzeug

Prüfungsvorgespräch die Kriterien

Beim Prüfungsvorgespräch werden eure Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen ihr bei eurer Arbeit als Anfluglotse in Kontakt kommt. Diese umfassen:

  • Kenntnis des eigenen Sektors im Bezug auf laterale und vertikale Grenzen, markante Navigationspunkte, An- und Abflugstrecken und Luftstraßen.
  • Kenntnis der Flugplätze unter der Kontrolle des Sektors inklusive lokaler Prozeduren (Bahnbenutzung, herabgesetzte Staffelungswerte,...)
  • Entschlüsselung von METAR- und TAF-Berichten
  • Interpretation und Erläuterung der relevanten Karten (An- und Abflug)
  • Kenntnis der Regeln und Betriebsgrundlagen für Sichtflüge am Tag, in der Nacht sowie nach Sonder-VFR oder im Luftraum Charlie/Delta
  • Kenntnis von Y- und Z-Flugplänen sowie von deren Handhabung
  • Kenntnis der verschiedenen Luftraumklassen im eigenen und in den umliegenden Sektoren und der damit einhergehenden Charakteristika in Bezug auf Staffelung oder ATS-Dienstleistungen
  • Kenntnis von Übergangsfläche und -höhe, QNH, QFE, QDM, QDR, Wirbelschleppenstaffelung nach Flugzeugmasse, Wetterphänomene wie Scherwinde und die dazugehörigen Informationen an die Piloten
  • Kenntnis der Anflugverfahren (ILS, VOR, NDB, RNAV, veröffentlichte Anflugverfahren, Warteschleifen, Flugverhalten bei niedrigen Geschwindigkeiten)
  • Kenntnis von SRA (Surveillance Radar Approach)
  • Grenzwerte zur Anwendung von low visibility procedures und Auswirkung auf die Arbeitsweise auf dem Anflug
  • Handhabung eines Fehlanflugs

Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Nach einem erfolgreichen Prüfungsvorgespräch werdet ihr aber im Anschluss an die praktische Prüfung im Regelfall nicht mehr theoretisch geprüft.

Praktische Prüfung die Kriterien

  • Korrekt ausgefüllte ATIS
  • Sinnvolle und ausreichende Koordination mit den anliegenden ATC-Stationen
  • Vollständige Verkehrsinformationen und sinnvolle Gestaltung des Verkehrsflussen
  • Handhabung verschiedener Luftnotlagen
  • Korrekte Radarzielidentifizierung über SSR
  • Ständige Beobachtung der Piloten und Hilfestellung, falls es erforderlich ist oder Piloten diese anfordern
  • Übersichtsvermögen
  • Ständige Einhaltung der Radarstaffelung bei gleichzeitig effizientem Verkehrsfluss
  • Korrekte Anwendung der Standardphraseologie und der englischen Sprache
  • Beachtung von MRVA, MSA und MEA sowohl bei taktischer Radarführung als auch auf veröffentlichen Verfahren
  • Präzise und sinnvolle Radarführung
  • Vergabe von Warteschleifen und Ausgabe passender EATs

Centre Controller ACC

Grundlage für die Prüfung ist der Exam Briefing Guide.

Mögliche Prüfungssektoren

Bremen FIR Langen FIR München FIR
Sektor West (EDWW_W_CTR) Sektor Frankfurt (EDGG_F_CTR) Sektor Nord (EDMM_N_CTR)**
Sektor Ost (EDWW_E_CTR) Sektor Köln (EDGG_K_CTR)* Sektor Süd (EDMM_S_CTR)
  Sektor Stuttgart (EDGG_S_CTR)  

* Die Position EDDK_APP oder EDFH_APP darf nicht besetzt sein und wird vom Examinee übernommen.
** Die Position EDDC_APP darf nicht besetzt sein und wird vom Examinee übernommen.

Verkehrsaufkommen Mindestanforderungen

Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:

  • Mindestens zehn Flugzeuge, die sich gleichzeitig unter euer Kontrolle befinden
  • Mindestens 12 Flugbewegungen pro Stunde
  • Mindestens ein Flugzeug in einer Luftnotlage

Prüfungsvorgespräch Die Kriterien

Beim Prüfungsvorgespräch werden deine Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen du bei deiner Arbeit als Centerlotse in Kontakt kommt. Diese umfassen:

  • Wetterphänomene
  • Kenntnis aller erforderlichen Staffelungsminima (Radarstaffelung, reduzierte Radarstaffelung, Wirbelschleppenstaffelung, RVSM und weitere)
  • Luftraumkenntnis
    • Luftraumstruktur und Klassifizierung
    • Wichtige Wegpunkte im Prüfungsluftraum
  • Bedeutung und Anwendung von RVSM und CVSM
  • Kenntnis und Anwendung lokaler Absprache (LoAs)

Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Nach einem erfolgreichen Prüfungsvorgespräch werdet ihr aber im Anschluss an die praktische Prüfung im Regelfall nicht mehr theoretisch geprüft.

Praktische Prüfung Die Kriterien

  • Koordination zu den benachbarten Stationen
  • Ausgabe von Wetterinformationen an Piloten
  • Behandlung einer Luftnotlage
  • Aktualisierung der Flugstreifen
  • Aufrechterhaltung der Staffelung
  • Sicherstellung eines effektiven Verkehrsflusses sowie effiziente und sichere Nutzung des Luftraums
    • Anwendung von Shortcuts
    • Vorstaffelung für angrezende Sektoren
  • Korrekte Anwendung der Standardphraseologie und der englischen Sprache

Hast du sämtliche Informationen durchgelesen und erfüllst alle Voraussetzungen?

Denke daran, deine gewünschte Prüfungsposition und "Timing via IVAO-DE Website" in das Textfeld bei der Prüfungsanforderung einzutragen.